Monthly:Mai 2016

Dinger gibt’s ….. So isser!

Als ich gestern nach einem schönen Ausritt – gerade abgestiegen – im Hof neben meinem Pferd stand, habe ich vorschriftsmäßig den Gurt etwas gelockert, die Bügel hoch gezogen und mich umgedreht, um nach dem Halfter zu greifen. Da meine Pferde an sich immer stehenbleiben und auf das Handtuchrubbeln warten, habe ich Pampi losgelassen und das Handtuch vom Sattelwagen genommen. In dem Moment als ich mich wieder zu ihm umdrehe, macht Pampi in aller Ruhe zwei Schritte zur Seite, geht zwei Schritte vor in Richtung Blumenbeet und springt in aller Ruhe quasi aus dem Stand über die alte Steinmauer aus dem Hof raus, galoppiert über den Acker und verschwindet in Richtung Wald. Ich stehe da ziemlich verdutzt mit meinem Halfter in der Hand und denke so bei mir: Okay und jetzt? Cool bleiben!

Ich ebenfalls – aber nicht ganz so elastisch – über die Mauer gekrakselt, trabe in Richtung mein Pferd. In dem Moment macht er am Endes des Feldes kehrt, galoppiert auf mich zu, an mir vorbei, wieder über die Mauer. Ich – natürlich bemüht – keine Hektik aufkommen zu lassen, wenn auch nicht mehr so tiefen-entspannt wie beim ersten Sprung…., hupfe ich, meinem Pferd folgend, doch ein bisschen ungelenk über die Mauer zurück in den Hof. In dem Moment macht Pampi auf dem Waldweg hinter dem Hof kehrt und kommt wiehernd auch mich zu galoppiert. Bleibt vor mir stehen und schnaubt ab….und: das war’s.

Keine Hektik, keine Unruhe, total zufrieden…. ich musste dann doch lachen …

Was sagt mir das?
Ich sollte mein Pferd nicht einfach loslassen, wenn es sich dann los-gelassen mal kurz vom Acker macht….

 

Hilfe! Mein Pferd kommt auf die Vorhand…

Was tun, wenn Pferde beim Reiten immer wieder auf die Vorhand und ans Laufen kommen? Zum Sitzen und zum Treiben kommt man als Reiter nicht, die Pferde lassen sich nicht los und der Rücken als Bewegungszentrum kommt nicht zum Schwingen. Lektionen sind mühsam, Übergänge nur mit Widerstand oder auslaufend, in den Wendungen verwirft sich das Pferd nicht selten und oft genug hat man Tonnen auf der Hand. Spaß macht das nicht ….

Der folgende Artikel erklärt wie es dazu kommt und was man dagegen tun kann.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Wenn Pferde auf Vorhand kommen,
…unter dem Reiter davonlaufen….

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BU: Ist die Nase an der Senkrechten, kommt das Pferd nicht ans Laufen und somit nicht auf die Vorhand.
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BU: Kommt die Nase – wie hier durch die vermehrte Außenstellung demonstriert – hinter die Senkrechte oder nimmt das Pferd das Gebiss nicht an, kommt es ans Laufen und auf die Vorhand.

Mit das schlimmste, was passieren kann, ist wenn Pferde unter dem Reiter davon laufen. Man kommt nicht zum Sitzen und zum Treiben, die Pferde geben den Rücken nicht her, die Pferde schwingen nicht. Wenn man Lektionen reitet, sind die Pferde schnell hektisch und übereilt, Paraden und Übergänge sind ebenfalls laufend und bei den Verstärkungen kommen die Pferde auf die Vorhand. Beim Aussitzen im Mitteltrab ….. klemmen sich viele Reiter mit den Oberschenkeln fest und lehnen sich nach hinten, um den harten Wurf irgendwie abzufangen. Die Pferde laufen auf der Vorhand.

Im Gelände findet man oft „die Bremse nicht“. Nicht wenige Pferde sind schlecht zu kontrollieren.

Das macht alles keinen Spaß!

 

Wenn Pferde auf die Vorhand kommen oder/und unter dem Reiter davon laufen, kann das unterschiedliche Gründe haben.

Dazu gehören:

  • Unsicherheit bei (neuen) Übungen und Lektionen
  • Aufregung
  • Überforderung
  • massiven Verspannungen
  • Schmerzen
  • mangelnder Losgelassenheit insgesamt,
  • dem nicht gerade gerichteten Pferd
  • Reiterfehlern

Oder es liegt daran, dass

  • das Pferd noch nicht im Gleichgewicht ist
  • das Pferd das Gebiss nicht annimmt
  • Gebäudeprobleme die reiterlichen Anforderungen behindern
  • Und nicht zuletzt an mangelndem Vertrauen, oft auch auf schlechte Erfahrungen zurück zu führen.

Das Davon-Laufen ist also eine Reaktion oder auch Überreaktion auf eine Situation oder auf die Hilfen des Reiters, die das Pferd aus verschiedenen Gründen verunsichern können oder die es falsch versteht.

Wenn Pferde ans Laufen kommen, entstehen dadurch Fehler in der Anlehnung und sie kommen immer mehr oder weniger auf die Vorhand. Im Allgemeinen fußt dann das Hinterbein nicht ausreichend aktiv ab. Es kommt dann auch oft vor, dass sich die Pferde verkriechen. Wenn der Reiter in der Konsequenz versucht, fleißig vorwärts zu treiben, kommen sie noch mehr ans Laufen. Manche reagieren im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr auf die Hilfen. Einige Pferde werden sogar widersetzlich. Nicht selten können solche Situationen gefährlich werden.

Wenn man ein Pferd hat, das zu einem solchen Verhalten neigt, sollte man versuchen, die Ursachen zu ergründen und versuchen, diese abzustellen, denn eine korrekte Ausbildung, das richtige Ausführen von Lektionen ist bei einem Pferd, das unter dem Reiter davon läuft, nicht möglich. Würde man dann den Schwerpunkt auf das Erlernen weiter Lektionen setzen, wäre das genau der falsche Weg, denn meist ist in der Grundlagenarbeit schon etwas schief gelaufen.

Es geht aber nicht allein darum, dass Lektionen vielleicht nicht richtig geritten werden können, sondern auch darum, dass ein Pferd, „das nicht zu bedienen ist“, immer auch eine Gefahr bedeutet. Das unter dem Reiter davon laufen ist dann oft erst der Anfang einer negativen Entwicklung.

 

Charakterliche Gründe

Die heutige Zucht zeigt sich auf vielerlei Weise sehr positiv, was Rittigkeit und Leistungsbereitschaft sowie das mehr als vorteilhafte Gebäude eines Pferdes betrifft. Die Pferde sind aber auch sensibler geworden und manch ein Pferde reagiert auf zu viel, zu grobe oder fehlerhafte Hilfen auch schon mal hektisch, was sich in einem „unter-dem-Reiter-weglaufen“ zeigen kann.

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BU: Wenn Pferde zum Schreiten kommen, sich vorwärts-abwärts dehnen, dabei entspannt abschnauben, ist das immer ein Zeichen für Losgelassenheit und für Vertrauen zum Reiter.

 

Was kann man tun?

In solchen Fällen hilft es, gerade zu Anfang des Trainings längere Schrittphasen zu reiten und das Pferd über gefühlvolle und vorsichtige Hilfen am Bein zwar sensibel zu halten, aber auch dafür zu sorgen, dass es sich durch seitwärts treibenden Hilfen beispielsweise nicht erschreckt.

Der Schritt muss fleißig und geregelt sein. Reitern fällt es oft schwer, zwischen fleißig und eilig zu unterscheiden. Ein eiliger Schritt führt zu Verspannungen und nicht selten machen Reiter dann den Fehler, die Eile durch einen kürzeren Zügel und das Abstrecken der Unterschenkel korrigieren zu wollen. Vorwärtstreiben vermeiden Reiter dann oft vollständig. Die Pferde werden dadurch jedoch noch unsicherer und nicht selten noch eiliger. Der Takt ist nicht mehr sicher geregelt. Der Rücken wird nicht hergegeben. Die Pferde lassen sich nicht los.

Wenn es dann an die Übergänge geht, sind vor allem die Übergänge von einer höheren in eine niedrigere Gangart schwierig und viele Reiter wissen sich nicht mehr anders zu helfen, als auch da die Unterschenkel vom Pferdeleib abzustrecken und am Zügel zu ziehen. Das macht die Sache allerdings noch schlimmer.

Tipp:

Bevor man nämlich einen korrekten Übergang reiten kann, muss das Pferd mit dem Hinterbein erst einmal wieder aktiv abfußen! Dafür müsste der Reiter fleißig vorwärtsreiten, damit das Pferd lernt, sich vom Gebiss abzustoßen und diese wieder anzunehmen. Die Halben Paraden  müssen dann alle zwei bis drei Tritte erfolgen. Bei manchen Pferden geht es recht schnell, bei anderen dauert es auch schon mal länger. Das hängt vom Charakter und auch von den Erfahrungen der Vergangenheit ab. Wenn die Pferde mit Hinterbein (wieder) durchtreten, kann man an den Übergängen arbeiten.

Übergänge auf dem Zirkel – das hiflt!

Bei Trab-Schritt-Übergängen ist das Reiten auf dem Zirkel, dem Reiten auf der ganzen Bahn erst einmal vorzuziehen, damit das Pferd gar nicht erst ans Laufen kommt und man es – den Vorteil der gebogenen Linie nutzend – an den äußeren Zügel herantreiben kann und mit dem treibenden inneren Schenkel dabei gleichzeitig die Längsbiegung verbessern kann. Sinnvoll ist beispielsweise, immer eine halbe Runde Schritt und eine halbe Zirkelrunde Trab abzuwechseln. In den Schrittphasen sollte man den Zügel so lang lassen, dass sich die Nase an der Senkrechten, Höhe Buggelenk befindet. Das Pferd muss dabei zum Schreiten kommen. Wichtig  ist, das Pferd zum Antraben dann korrekt über Halbe Paraden vorzubereiten und es nicht zu überfallen.

Mit solch einfachen Anforderungen kommt das Pferd dann auch innerlich zur Ruhe. Bei sehr sensiblen Pferden kann das jedoch seine Zeit in Anspruch nehmen und wenn sich das Pferd aus irgendeinem Grund aufregt, kann es in alte Verhaltensmuster zurück fallen. Wenn man dann die Ruhe behält und nicht ärgerlich wird, überträgt sich die Entspannung des Reiters auf das Pferd und dieses regt sich dann auch schnell wieder ab.

 

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Pferde, die hinten überbaut sind oder einen tief angesetzten Hals haben, eine steile Schulter, ein gerades oder nach hinten heraus gestelltes Hinterbein mit einer wenig vorteilhaften Winkelung der Hinterhand neigen nicht selten dazu, ans Laufen und somit auf die Vorhand zu kommen, die ja sowieso schon von der Natur her ca. 60% des Körpergewichtes trägt.

Aber auch solche Pferde kann mit der Zeit bis zu einem gewissen Grad zu mehr Lastaufnahme der Hinterhand veranlasst werden und zwar dadurch, dass man die Kraft in der Hinterhand verbessert und den Pferden hilft, den Rücken herzugeben und sich loszulassen.

Je nach Ausmaß der Gebäudefehler sind einem Pferd Grenzen gesetzt und man sollte seine reiterlichen Anforderungen hinten anstellen, um dem Pferd nicht unrecht zu tun und um es nicht zu überfordern.

 

 

Unsicherheiten unter dem Sattel

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BU: Schreckhafte Pferde sehen vieles, was sie aus der Fassung bringen kann. Manchmal auch Dinge, die nicht da sind…. Dann heißt es, Ruhe bewahren und darüber hinweg reiten…. Gespenster sollten Pferde übrigens immer in aller Ruhe inspizieren können. Meistens sind es nach eingehender Betrachtung keine Gespenster mehr J

 

Unsicherheit unter dem Reiter kann viele Gründe haben. Dazu zählen:

  • Reiterliche Fehler
  • Überforderung
  • Pferd nicht gerade gerichtet, schief
  • Pferde, die von Natur aus schreckhaft und hoch sensibel sind

Um Unsicherheit des Pferdes unter dem Reiter mit der Zeit zu beseitigen, ist Vertrauen zwischen Reiter und Pferd das allerwichtigste. Ohne diese Basis geht nichts, denn das Pferd muss das Gefühl haben, von seinem Reiter in Notfällen “beschützt“ zu werden. Beim reiten heißt das auch, dass der Zügel immer so lang sein sollte, dass ein Vorlassen des Halses gestattet ist, die Pferde sich dehnen können. Ein zu kurzer Schenkel führt bekanntlich zu Verspannungen und mit der Zeit zu Schmerzen… Reaktion: Die Pferde neigen dazu, unter dem Reiter davon zu laufen.

Man kann seinem Pferd auch beibringen, dass das Reiten am längeren Zügel – vor allem im Gelände im Schritt, in der Lösungsphase etc. – kein Freifahrtschein zum Gasgeben ist, sondern heißt: „Es ist alles gut!“

 

Daneben gibt es gute Übungen und Lektionen, die dosiert eingesetzt, helfen, das Problem zu lösen. Diese grundlegenden Lektionen sollte jedes Pferd beherrschen.
Zügel aus der Hand kauen lassen

Zügel aus der Hand kauen lassen ist die Problemlösung in allen Lebenslagen! Richtig geritten macht es den Rücken richtig locker. Die Pferde lassen sich innerlich und äußerlich. Zügel aus der Hand kauen lassen in die Arbeit mit dem Pferd konsequent eingebunden, hilft, dass sich auch Muskeln an den richtigen Stellen richtig entwickeln können und die Pferde lernen, sich loszulassen.
Übergänge von einer Gangart in die nächste

Reitet man viele Übergänge, werden die einzelnen Muskelgruppen unterschiedlich beansprucht. Das hilft, den Rücken als Bewegungszentrum zum Schwingen zu bringen und Abwechslung im Training zu schaffen. Nichts ist für das Pferd so ermüdend, wie ein Einheitstempo.
Darüber verbessert man auch Schub- und Tragkraft sowie die Hankenbeugung.
Halten-Rückwärtsrichten und daraus antraben

Halten-Rückwärtsrichten und daraus Antraben verbessert die Hankenbeugung und die Schwungentwicklung aus der Hinterhand.
Viele gebogene Linien und häufige Handwechsel

Verbessern die Rippengeschmeidigkeit beim jungen Pferd um beim weiter gerittenen Pferd die Rippenbiegung. Auch lernt das Pferd, sich bei gefühlvoller Hilfengebung immer wieder neu zu stellen und zu biegen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das Pferd nicht über die Schulter oder Hinterhand ausweicht. Wenn Pferde noch nicht gerade gerichtet sind, fällt es ihnen schwer, sich korrekt auf die gebogene Linie einzustellen. Man sollte dann darauf achten, in einem ruhigen Tempo zu reiten, damit die Pferde nicht ans Laufen und damit wieder auf die Vorhand kommen.

 

Tempounterschiede innerhalb einer Gangart

Wenn das Zügel aus der Hand kauen lassen in allen Grundgangarten in korrekter Form geritten werden kann und Übergänge schon fehlerfrei funktionieren, helfen dosiert gerittene Tempounterschiede. Sie verbessern beim Zulegen die Schubkraft und beim Aufnehmen des Tempos die Tragkraft.
Beim jungen Pferd reitet man sie vom Arbeitstrab zum Tritte verlängern und beim weiter gerittenen Pferd vom versammelten über den Arbeits- bis hin zum Mitteltrab. Starken Trab sollte man nur phasenweise reiten.
Das gleiche gilt für die Arbeit im Galopp.
Wenn man bei dieser Arbeit realisiert, dass das Pferd doch noch wieder ans Laufen kommt, dann muss man den Anspruch etwas zurückschrauben und erst einmal wieder an innerer und äußerer Losgelassenheit arbeiten. Dazu hilft der „Alles-Problemlöser“ Zügel aus der Hand kauen lassen.

 

 

Gesundheitliche Gründe

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BU: Ist der Sattel-  wie hier – etwas zu eng, kann das dazu führen, dass das Pferd ans Laufen kommt oder gar widersetzlich wird. Man sollte in einem solchen Fall seinen Sattler konsultieren.

 

Ein unpassender Sattel, der vielleicht zu eng oder zu weit ist, nicht richtig im Schwerpunkt liegt, kann beim Pferd zu Unwohlsein, Schmerzen und widersetzlichem Verhalten führen. In vielen Fällen kommen die Pferde im ersten Schritt unter dem Reiter ans Laufen und schlagen nachhaltig mit dem Schweif. Wenn man da unsicher ist, sollte man seinen Sattler konsultieren.

Schmerzen und nicht selten vorhandene Rückenprobleme können Gründe dafür sein, dass Pferde unter dem Reiter davon laufen und auf die Vorhand kommen. Die Pferde halten sich dann im Rücken fest. Der Rücken kommt nicht zum Schwingen. Bei nicht wenigen Pferden ist der Takt nicht sicher geregelt, bei den Verstärkungen kommen sie deutlich auf die Vorhand, der Reiter nicht zum Sitzen und zum Treiben und bei Lektionen weichen sie aus.

Zahnprobleme können auch Gründe dafür sein, dass Pferde ans Laufen kommen, das Gebiss nicht annehmen oder sich nicht korrekt stellen oder biegen lassen. Auch das sollte man vom Tierarzt überprüfen lassen.

Je nach gesundheitlichem Zustand kann es sein, dass man seine reiterlichen Anforderungen reduzieren muss. Das sollte man allerdings mit dem Tierarzt absprechen.

 

 

Vertrauen

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Mangelndes Vertrauen zwischen Reiter und Pferd kann ein Grund sein, dass Pferde in Situationen, die für sie tressbelastend sind im ersten Schritt damit quittieren, dass sie unter dem Reiter „davonlaufen“. Es gibt viele vertrauensbildende Maßnahmen. Dazu gehören schon allein dem Pferd angenehme Berührungen und Streichenln, eine ruhige und tiefe Stimme.

 

Ursachen für mangelndes Vertrauen können

  • Schlechte Erfahrungen
  • Unfaires oder grobes Verhalten des Reiters
  • Ein generelll ängstliches Pferd

sein.

Hat das Pferd Angst oder vertraut es seinem Reiter nicht, da dieser vielleicht ungerecht ist oder in der Vergangenheit viele Dinge massiv in die falsche Richtung gelaufen sind, macht sich das immer durch Rittigkeitsprobleme bemerkbar.
Viele Pferde zeigen das dadurch, dass sie ans Laufen kommen. Sie lassen sich teilweise schlecht regulieren und reagieren manchmal überhaupt nicht mehr auf reiterliche Hilfen.

Bei einem solchen Problem hilft nur Zeit, Geduld und Ruhe in der Arbeit und im Umgang, viel viel loben und Anforderungen nur sehr langsam steigern. Das kann je nach Situation Jahre dauern. Auch ein ängstlicher Reiter kann der Grund dafür sein, dass Pferde ans Laufen und damit auf die Vorhand kommen.
Ängstliche Reiter neigen dazu, die Zügel zu kurz zu fassen, da sie glauben, ihre Pferde besser unter Kontrolle zu haben. Eine harte und rückwärts wirkende Hand, ein Reiter, der sich am Zügel festhält, schafft beim Pferd aber immer nur Verspannungen bis hin zu Schmerzen, Unsicherheit, Angst und Vertrauensverlust.

Wenn ein ängstlicher Reiter dann noch auf ein unsicheres oder auch dominantes Pferd trifft, kann das zu nicht ungefährlichen Situationen führen. In solchen Fällen ist es wichtig, sich Unterstützung zu suchen.

 

Man sieht, wenn Pferde ans Laufen und damit auf die Vorhand kommen, kann das vielerlei Gründe haben und wie immer ist Ursachenforschung angesagt.
In den meisten Fällen hilft schon richtiges Reiten, Probleme zu lösen.

Also: Viel Spaß dabei 🙂

 

Der Artikel hier nochmals als PDF: Wenn Pferde auf Vorhand kommen

 

 

Alles Ansichtssache …. Wir mögen es halt etwas enger!

Ich bin ja immer wieder überrascht über die unterschiedlichen Realitäten, die es im Reitsport gibt…. Manch einer/eine scheint auch noch an das zu glauben, was er/sie so erzählt. Eine Dame mit einem ganzen Schrank voll Pferden (davon die Hälfte kaputt geritten) stand in meiner Nähe am Reitplatz und schaute ihrem Bereiter beim Reiten zu. Da Reiter und Besitzer ja gerne über ihre Pferde berichten, hatte auch die Dame das dringende Bedürfnis mit ihre Überzeugungen und Erkenntnisse darzubringen. Wer mich kennt weiß, dass ich in solchen Momenten „sehr“ interessiert zuhöre …. und mich dann bei rhetorischen Fragen im Allgemeinen mit dem Satz: „Wissen Sie, ich bin da nicht so im Thema!“ äußere.

Die Dame berichtete wie folgt: “ Wissen Sie, wir haben die Pferde ja gerne ein bisschen enger im Hals. Also das mit dieser Nase an der Senkrechten wird ja im Allgemeinen überbewertet. In der Ausbildung gibt es so viele Wege, die zum Ziel führen und es ist ja auch Ansichtssache, wie man ein Pferd reitet. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Sportpferde mit diesem langen Zügel (Hinweis von mir, gemeint war: Nase an der Senkrechten…) ja überhaupt nicht zurecht kommen. Sportpferde und Freizeitpferde kann man nicht über einen Kamm scheren. Unsere Sportpferde sind viel sensibler und brauchen auch eine starke Hand (Einwurf von mir: Aha ?????).“

Darauf die Dame weiter: „Reiten Sie auch?“ Ich: „Ja“. Die Dame: „Freizeitreiter?“, Ich: „Ja“. Die Dame: „Soso, was reiten Sie denn so?“ Antwort von mir: „Ich falle beim Leichttraben meistens nicht runter!“ (Hinweis hier: Ich bin einmal beim Einreiten im hohen Bogen von meinem Jungen runter gesegelt und so ist die Ausführung „…falle meistens nicht runter…“ ja mehr als richtig).

Diese Information schien die Dame zu einem wahren Höhenflug zu animieren.

Die Dame:“ Es gibt ja Leute, die glauben und vertreten mit aller Überzeugung, dass der Zügel lang sein muss, damit die Pferde sich loslassen können. Auch dieser Begriff Loslassen ist ja so eine Sache. Man muss das immer von allen Seiten betrachten. Was ist denn überhaupt Losgelassenheit? Woran will man das denn überhaupt erkennen und außerdem, wenn man im Sport erfolgreich sein will, dann müssen die Pferde auch ein bisschen unter Spannung stehen…..!“

Während die Dame das mit aller Inbrunst erklärte, ausschmückte und mir im Detail erläuterte, wurde das Pferd auf dem Platz, das gerne ein bisschen enger geritten wird, immer widersetzlicher, denn die Verspannungen waren dann doch so massiv, dass der Schritt passartig, das Pferd im Trab zügellahm war und dem Profi im Galopp von der Fahne ging.

Die Dame darauf: „Sehen Sie, das meine ich! Der braucht eine starke Hand! Das kann unsere Tochter noch gar nicht leisten. Da muss der Ausbilder drauf und ab und zu einfach klären, wer das Sagen hat.
Wir kaufen ja regelmäßig junge Pferde und bilden diese aus. In den letzten Jahren hatten wir leider nicht so viel Glück. Ständig ist was. Die Pferde sind ja heute so empfindlich. Der eine steht mit Fesselträgerschaden, ein anderer hat schon das zweite Mal Probleme mit den Sehnen und mein eigener hat ja immer wieder Rückenentzündungen. Also die Zucht heute… Es ist ja schon schwierig, da überhaupt noch ein Pferd gesund zu erhalten.“

Mittlerweile war ich mehr als aufgebracht darüber, wie sehr das arme Pferd traktiert wurde und meinte, ob es denn nicht besser wäre, den Zügel länger zu lassen und den Hals vorzulassen, damit sich das Pferd etwas entspannen könne und nicht ganz so viel Stress hätte…

Daraufhin die Dame: „Na, wo haben Sie denn diese Weisheiten her?“

Meine Antwort: „Aus 300 Jahren Fachliteratur, aus meinen Büchern, meinen internationalen Veröffentlichungen und aus der Pferdefachzeitschrift, die ich als Chefredakteurin verantworte… ach ja und aus 44 Jahren Reiten und jahrelangem Training bei unserem früheren Bundestrainer!“

 

Daraufhin bin ich gegangen: Es war für alle gesünder…..

 

Rückenprobleme – immer wieder ein Thema

Rückenprobleme und Kissing Spines
Woher sie kommen und was man dagegen tun kann!

Meist beginnt es so:

Das Pferd lahmt, aber der Tierarzt kann nichts finden. Im Schritt geht es passartig, im Trab ist das Pferd zügellahm, der Galopp ist kein reiner Dreitakt mehr, nicht durchgesprungen, schon fast Vierschlag. Die Übergänge sind nicht fließend. Lektionen führt das Pferd unwillig aus. Das Pferd ist triebig, fast faul oder sehr schnell widersetzlich, schlägt die meiste Zeit mit dem Schweif, die Ohren nicht selten unwillig nach hinten gelegt. Viele Pferde klemmen nach dem Aufsteigen, beim Satteln zeigen sie Sattelzwang, beim Putzen sind sie im Rücken empfindlich, lassen den Rücken nach unten absinken, manch einer versucht zu treten.

Dann kommt die Zeit, dass sich das Pferd zu Beginn des Reitens erst „einlaufen muss“, die Hinterbeine fußen nicht mehr aktiv ab, der Takt ist nicht mehr sicher geregelt, aus ersten Taktfehlern werden Gangfehler. Eine konstante Anlehnung ist nicht mehr gegeben. Alles erfolgt mit immer mehr Kraft und Druck durch den Reiter. Viele Pferde werden in dieser Phase widersetzlich. Sie schlagen mit dem Schweif, drängen rückwärts, buckeln oder steigen, denn sie haben Schmerzen.

Man ruft abermals den Tierarzt und dann kommt die Diagnose: Erste Engstände zwischen den Dornfortsätzen oder sogar schon Kissing Spines!

Wie eine Breitseite trifft es einen…

Aber man hat doch alles richtig machen wollen, was war denn nur falsch?

 

So werden viele Pferdebesitzer gedacht haben, als ihnen die Diagnose vom Tierarzt mitgeteilt wurde, dass ihr Pferd einen irreparablen Schaden an der Wirbelsäule hat.

Und jetzt?

Wir könnten es uns bequem machen und behaupten, dies liege an den so empfindlichen Zuchtlinien. Die heute gezüchteten Reitpferde nehmen uns Reitern durch ihre Sensibilität, ihre hohe Rittigkeit und ihre exzellenten Reitpferdeeigenschaften (leider) zu viel ab. Viele glauben, nicht mehr sorgsam reiten zu müssen, um die Qualität des Pferdes zu erhalten respektive sie zu fördern oder um beim Reiten überhaupt Losgelassenheit zu erreichen. Hinzu kommt, dass immer mehr Reiter auf die eigentliche Basisarbeit, die Dressur, verzichten.

Auch elementare Fehler in Sitz und Einwirkung tragen haben einen großen Anteil an dieser Diagnose. Wirken die Hilfen nicht richtig zusammen, hat ein Reiter einen fehlerhaften Sitz, vielleicht ein dauerhaft harte und rückwärts wirkende Hand, hängt der Zügel vielleicht die meiste Zeit durch und es ist kein Ausbilder vorhanden, der diese Sitzfehler konsequent korrigiert, damit Reiter lernen, unabhängig von der Hand korrekt im Schwerpunkt zu sitzen und mitzuschwingen, macht man den Pferden ein Gesundbleiben fast unmöglich.

In den allermeisten Fällen entwickeln sich Kissing Spines und andere Rückenprobleme des Pferdes durch fehlerhaftes Reiten und Ausbilden: mit zu viel Handeinwirkung, zu viel Aufrichtung, zu hohem Tempo oder permanentem Untertempo, zu wenig Aktivität aus der Hinterhand, falsch verstandener oder keiner Anlehnung, zu wenig Gymnastizierung. Das Ergebnis sind entweder „auseinandergefallene“, auf die Vorhand gerittene Pferde ohne korrekte Grundausbildung oder aber Pferde, die permanent „oben dran“ gestellt „um ihr Leben strampeln“. Ein weiteres Problem ist heute die Eile in der Ausbildung, die es den Pferden schwer macht, gesund zu bleiben. Pferde sind oft schon in jungen Jahren massiv überfordert, müssen sich einem übersteigerten Erfolgsdruck fügen.

Die Remonte war früher vier bis fünf Jahre alt, wenn sie unter den Sattel kam. Die Knochen und Gelenke waren dann schon viel stabiler und gefestigter als sie es mit drei Jahren (das heute übliche Alter zum Einreiten) überhaupt sein können. Man ließ sich Zeit bei der Arbeit an der Longe und half dem Pferd damit, die notwendige Basismuskulatur aufzubauen, um später das Reitergewicht ohne Schaden tragen zu können. Nach dem ersten Einreiten ging es ins Gelände. Die Pferde wurden nicht wie heute schon fast üblich auf aufwendige Bewegungen gedrillt oder in Rollkurmanier zusammengezogen, sondern durften in zwangloser Selbsthaltung in allen Gangarten laufen. Ziel war, Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke zu stabilisieren, die Schwungentwicklung zu fördern und die natürliche Qualität der Bewegung zu erhalten, respektive zu verbessern. So lernten die Pferde schon fast spielerisch, den Hals fallen zu lassen, das Gebiss anzunehmen und sich davon abzustoßen. Dann begann der Reiter mit Zügel aus der Hand kauen lassen in den drei Grundgangarten, ersten großen gebogenen Linien, Achten und nur grundlegenden Übungen und Lektionen. Die Fähigkeit, das eigene Gleichgewicht zu finden, ergab sich durch diese Ausbildung fast nebenbei. Erst nach rund zwei Jahren, wenn das Pferd gefestigt war, begann die wirkliche Arbeit in der Dressur. Dressurarbeit durchlief jedes Pferd, um erst danach seiner entsprechenden Spezialisierung zugeführt zu werden.

Dieser Weg wird heute kaum noch gewählt – weil er zu viel Zeit kostet und zu viel Geld. Ein Fünfjähriger, der nicht mehr kann, als im Gelände bergauf und bergab zu laufen, der nicht mindestens L-Dressur-Lektionen beherrscht oder mindestens ein L-Springen gegangen ist, ist eigentlich nichts wert.

Das Ergebnis dieses übersteigerten Erfolgsdrucks sind: steife, verkrampfte und fehlbe-muskelte Pferde. Es entstehen Sehnenschäden, Fesselträgerentzündungen, Kissing Spines, Genickschäden, Nackenbandreizungen, Entzündungen, psychische Probleme und viele weitere Befunde, die oft schon in den ersten Ausbildungsjahren zu irreparablen Schädi-gungen führen.

 

Sind Rückenprobleme oder Kissing Spines erst einmal vorhanden, ist spätestens dann der Zeitpunkt gekommen, um etwas zu ändern, und das heißt:

– neue Wege zu gehen,
– Dinge anders zu machen als bisher,
– Dinge anders zu machen als andere,
– auch einmal „NEIN“ zu sagen,
– bisher praktizierte, evtl. falsche Methoden zu hinterfragen.

Denn Engstände zwischen den Dornfortsätzen oder Kissing Spines sind irreparabel und für das Pferd ein nicht mehr heilbarer Schaden, der mit großen Schmerzen verbunden sein kann!

 

Ein solcher Befund muss allerdings kein Weltuntergang sein!

Man muss jetzt nur anders an die Dinge herangehen. Und das heißt: die Grundlagen schaffen, damit es für die Zukunft wieder funktionieren und das Pferd ohne Schmerzen leben und geritten werden kann.

Dazu gehören:

  • ein schmerzfreies Pferd, was manchmal im ersten Schritt nur mit Hilfe von entzündungshemmenden Mitteln zu erreichen ist. Denn nur ohne Entzündungen und Schmerzen kann man an den so wichtigen Muskelaufbau denken.
  • die Unterstützung durch einen guten Osteopatherapeuten, der die Grundmobilität wieder herstellt und entsprechende Übungen vermittelt, damit man als Reiter oder Besitzer sein Pferd für die Zukunft elastisch halten kann.
  • korrekt gestellte Hufe und / oder Beschlag,
  • der für Reiter und Pferd passende Sattel,
  • ein möglichst korrekt sitzender Reiter, der zum Sitzen und zum Treiben kommt.
  • die Schwungentwicklung aus der Hinterhand, korrekte Anlehnung und eine Nase, die an die Senkrechte gehört!

Haben Pferde Rückenprobleme oder irreparable Schäden an der Wirbelsäule, dann verändert sich mit der Zeit die Muskulatur. An den notwendigen Stellen wird sie abgebaut und aus Kompensation an den falschen Stellen aufgebaut. Das führt dazu, dass sich das Pferd vom Erscheinungsbild verändert.

Am folgenden Fotovergleich sieht man deutlich, wie unterschiedlich Rücken aussehen können:

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Die Pferde auf den Fotos 2 und 4 haben massive Rückenprobleme. Aus diesem Grund erinnert die Oberlinie sehr an eine Hügellandschaft und der Rücken ist nach unten abgesunken.

 

Wenn die Basis geschaffen ist….

Nachdem der Sattel passt, die Hufe korrekt gestellt sind, der Rücken schmerzfrei ist, sollte ein Osteopath Blockaden beseitigen und eine erste Grundmobilität wieder herstellen. Bei den Osteopatherapeuten ist es wie bei den Ausbildern, einen wirklich guten zu finden, ist nicht einfach.

Einen fähigen Therapeuten erkennt man an folgenden Dingen:

  1. Die erste Behandlung sollte mindestens 1 ½ Stunden dauern.
  2. Er sollte sich die Zeit nehmen, mit Reiter oder Eigentümer, sich auch ein Bild von dem Wissen und den reiterlichen Fähigkeiten des Reiters zu machen.
  3. Der Osteopath sollte sich das Pferd an der Hand vorführen lassen, sich die Fußfolge in Schritt und Trab genau ansehen, das Pferd an der Longe am Halfter links und rechts herum vorführen lassen, enge Wendungen gehen lassen,
  4. die einzelnen Schritte der Behandlung und seine gemachten Beobachtungen genau erklären können und diese für sich selbst dokumentieren.
  5. Bei der Behandlung sollte er sich nicht nur auf den Rücken reduzieren, sondern alle Gelenke und Strukturen im Körper des Pferdes checken.
  6. Auch nach den Zähnen schaut der gute Osteopath. Wenn da etwas nicht in Ordnung ist, ist das Pferd unter anderem in Kiefer und Genick verspannt.
  7. Er sollte vorsichtig mit dem Pferd umgehen, Ruhe vermitteln, damit das Pferd entspannen kann. Hinzu kommt, dass bei Pferden mit Rückenproblemen oder Kissing Spines die ersten Behandlungen sehr schmerzhaft sein können. Man sieht heute in den Medien sogenannte Therapeuten, die mit Kraft, massivem Druck und Reißen Dehnungsübungen durchführen. Vermarktet wird das dann als notwendige Vorgehensweise. Jedoch führen diese Behandlungen in ganz vielen Fällen zu Verletzungen von Kleinststrukturen und nicht selten zu weiteren irreparablen Schädigungen.

Verletzungen der Kleinststrukturen – wie Faserrisse, massive Überdehnungen und Ähnliches – die sich meist erst nach Wochen durch eine Verschlechterung des Gesamtzustandes zeigen, werden dann kaum mehr mit dem groben Umgang der sich medienwirksam darstellenden Personen in Verbindung gebracht. Diese Behandlungen werden zwar heute in den Medien aufwendig vermarktet, aber dadurch sind sie nicht richtig! Im Gegenteil! Sie sind hochgradig gesundheitsschädlich und gefährlich für das Pferd!

Nach der Behandlung sollte der Therapeut das Pferd auf die Weide entlassen und nicht die Auflage machen, es für einige Tage in der Box einzusperren oder gar anzubinden.

Da es mit einer osteopathischen Behandlungen nicht getan ist, sollte einem der Therapeut verschiedene Übungen zeigen und diese als quasi tägliche Hausaufgabe bis zur nächsten Behandlung mitgeben. Dazu gehören unter anderem das-Aufwölben-lassen des Rückens, ggf. das Lockermachen der Halsfaszie, Schweifdehnen, Möhren an der Hinterhand abholen lassen, den Widerrist bewegen, das Becken kippen und ähnliches.

Die erste Nachbehandlung sollte je nach Situation 2-3 Wochen nach dem ersten Termin erfolgen.

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Massage und Lockerungsübungen helfen zusätzlich, Verspannungen zu lösen!

Massage – so wird’s locker

 

Der Freilauf ist für ein Pferd mit Rückenproblemen sehr wichtig. Denn je mehr Bewegung das Pferd hat, umso schneller können sich auch Verspannungen lösen. Ein dunkler Stall und wenig Bewegung machen die Situation für das Pferd nicht leichter. Auch bei der Fütterung kann man unterstützend eingreifen. Der Markt bietet heute vielfältige Möglichkeiten, durch Zugabe von Vitaminen und Mineralien, muskuläre Entspannung zu unterstützen. Je nach Situation ist das allerdings mit dem Tierarzt abzusprechen.

Wenn eine Grundentspanntheit erreicht ist, geht es an den Aufbau der Muskulatur. Oft ist es notwendig, dazu mit Longieren zu beginnen.

 

Longieren

Was das Longieren betrifft, gibt es sehr unterschiedliche Vorgehensweisen. Die einen longieren ausschließlich mit Kappzaum. Die Pferde sind dabei nicht ausgebunden, traben und galoppieren meist „auseinandergefallen“ auf der Vorhand im Kreis, was für den Muskelaufbau nichts bringt, denn das Hinterbein ist dabei im Allgemeinen wenig aktiv. Darüber hinaus kommt es damit nicht zur notwendigen Anlehnung.

Wieder andere verwenden starre Ausbinder oder gar den Zügel und vergessen dabei, wie groß die Belastung auf Maul und Genick ist. Zügel geben nicht nach, Ausbinder so gut wie gar nicht. Dem Pferd wird beim jeden Tritt ein Schlag ins Maul und aufs Genick versetzt. Das sorgt weder für Losgelassenheit, noch traut sich das Pferd, das Gebiss anzunehmen oder gar sich zu entspannen.

Ich persönlich longiere am liebsten mit einem Dreieckszügel. Dabei wird dieser so lang verschnallt, dass sich das Pferd an der Longe in die Tiefe strecken kann. Die Nase kann dabei vor die Senkrechte Höhe Buggelenk in Dehnungshaltung kommen. Sollte man wie ich mit Dreieckszügeln longieren, ist darauf zu achten, dass sie so verschnallt sind, dass das Pferd – sollte es übermütig sein – nicht in die Dreieckszügel hineinspringen kann. Das kann zu Verletzungen führen. Darüber hinaus sind Handschuhe und festes Schuhwerk Pflicht. Die Longierpeitsche dient dabei nicht dazu, das Pferd zu strafen, sondern dafür, das Hinterbein aktiv zu halten und ein mögliches Umdrehen des Pferdes an der Longe zu verhindern. Es gibt Pferde, die in Schmerz-/Stresssituationen an der Longe bocken oder steigen und dann auf dem Absatz kehrt machen. Das kann man mit Hilfe der Peitsche verhindern.

Verspannungen

So soll es sein. 6-jähriges Pferd in Dehnungshaltung an der Longe. In dieser Haltung kann sich der Rücken immer gut lösen. Muskeln arbeiten unverspannt!

 

Neben dem korrekten Longieren, hilft auch die Arbeit an der Hand. Hierbei kann man erste Lektionen wie Schenkelweichen, Halten-Rückwärtsrichten, daraus anführen und wieder Rückwärtsrichten üben. Zum einen helfen diese Übungen, Muskeln zu lockern und zum anderen kann sie das Pferd mit Unterstützung der Stimme schon einmal verinnerlichen. Später unter dem Reiter lernt das Pferd schnell, das Kommando mit der Hilfe zu verbinden. Wenn man die Arbeit an der Hand selbst nicht beherrscht, sollte man sich professionelle Unterstützung suchen. Dem Ausbilder sollte man dann erklären, dass es nicht um Piaffe und Passage geht, sondern um die Grundlagen des Lösens bei der Arbeit an der Hand. Die Arbeit an der Hand ist eine gute Ergänzung zur Arbeit unter dem Sattel, aber Fehler machen mehr kaputt als es bringt.

 

Zurück zu den Grundlagen!

Beim Reiten selbst heißt es jetzt erst einmal, zu den Grundlagen zurück zu kehren.

Dazu gehört als eine der wichtigsten Übungen überhaupt, die man bei jedem Training und auch bei jedem Ausbildungsstand immer wieder einbinden sollte: das Zügel aus der Hand kauen lassen.

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Demonstration eines fehlerhaften Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassens: Die Nase befindet sich hinter der Senkrechten. Das Pferd nimmt das Gebiss nicht an. So kann es sich nicht ehrlich loslassen.

 

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Foto: Katja Stuppia
Nahezu perfektes Zügel aus der Hand kauen lassen. Die Nase ist deutlich an der Senkrechten, der Rücken hergeben. Das Pferd kaut zufrieden bei geschlossenem Maul.

 

Um Zügel aus der Hand kauen lassen bis zur Perfektion zu üben, bietet sich auch die Arbeit im Gelände an. Ob auf großen gebogenen Linien, ob auf langen Wald- oder Wiesenwegen, Zügel aus der Hand kauen lassen ist ein unverzichtbares Werkzeug, das jeder Reiter beherrschen sollte und jedes Pferd erlernen muss.

Das Pferd lernt, den Rücken herzugeben, aktiv mit dem Hinterbein abzufußen, an die Hand heran zu treten und alle Muskeln korrekt zu belasten. Darüber hinaus kann es sich entspannen. Bei korrekt gerittenem Zügel aus der Hand kauen lassen kommt das Pferd in eine Dehnungshaltung, bei der sich die Nase Höhe Buggelenk an der Senkrechten oder idealerweise noch ein wenig davor befindet. Beim Zügel aus der Hand kauen lassen bis zur Schnalle sogar bis 10 cm über den Boden. Das Pferd tritt dabei aktiv mit dem Hinterbein unter den Schwerpunkt und der Rücken des Pferdes kommt zum Schwingen (man sagt auch, der Rücken ist hergegeben). Bei einem korrekt ausgeführten Zügel aus der Hand kauen lassen werden alle Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke im Körper des Pferdes korrekt belastet, Verspannungen gelöst, innere und äußere Losgelassenheit erreicht.

Da Zügel aus der Hand kauen lassen ein Kriterium für die korrekte Ausbildung eines Pferdes ist, sollte es zu den ersten Übungen gehören, die man in der Bahn wie im Gelände immer wieder einbindet, und zwar nicht nur zu Beginn und zum Ende des Trainings, sondern auch zwischendurch.

Noch vor 50-60 Jahren war es selbstverständlich, dass beim jungen wie beim alten Pferd während des Trainings mehrere Mal Zügel aus der Hand kauen lassen geritten wurde. Dabei kann und konnte sich das Pferd strecken, entspannen. Verspannungen, Rückenprobleme und Folgeerkrankungen gab es viel weniger als heute und das, obwohl die Pferde zu dieser Zeit bei weitem nicht die Rittigkeit aufwiesen, die für uns heute so selbstverständlich geworden ist.

Der Rücken ist das Bewegungszentrum des Pferdes. Ist dieser verspannt und kommt nicht zum Schwingen, kommt der Reiter weder zum Sitzen noch zum Treiben; noch können Lektionen korrekt ausgeführt werden. Das scheint heute mehr und mehr vergessen zu werden.

 

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Im leichten Sitz mit der inneren Hand vorzugeben, ist eine gute Kontrolle der Selbsthaltung des Pferdes.

 

Ob bei der Arbeit im Gelände, auf dem Platz oder in der Halle, es gilt immer:

  • Habe ich mich mit der Versammlung beschäftigt, muss danach ein Zulegen und ein Zügel aus der Hand kauen lassen erfolgen!
  • Habe ich Lektionen geritten, sollte das Rauskauen-lassen danach als Entspannung dienen!
  • Schrittpausen während des Trainings und zum Abschluss dienen zum Zügel aus der Hand kauen lassen bis zur Schnalle.
  • Lösungs- wie auch Abschlussphase eines jeden Trainings beginnen und enden mit Zügel aus der Hand kauen lassen in allen drei Grundgangarten. In Perfektion wird der Zügel dann bis fast zur Schnalle herauskauen gelassen!

Früher ging man sogar soweit, dass die junge Remonte fast ausschließlich am längeren Zügel geritten wurde und das über den Zeitraum des ersten, teilweise zweiten Ausbildungsjahres. Das vermied Verspannungen. Ausschließlich ältere Pferde mit entsprechendem Ausbildungsstand wurden mit kürzeren Zügeln und in Aufrichtung geritten und auch das nur phasenweise. Im versammelten Schritt, versammelten Trab und versammeltem Galopp mit gesenkter Hinterhand und in korrekter relativer Aufrichtung. Die Pferde beherrschten  irgendwann alle Lektionen, die wir heute in den höheren Ausbildungsklassen sehen. Nur vermutlich war die Ausführung der Lektionen im Vergleich zu heute losgelassen ….

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Richtiges Zulegen und Einfangen, bei dem die Nase an die Senkrechte  kommt, unterstützen die Losgelassenheit des Pferdes und sorgen dafür, dass es erst gar nicht zu Rückenproblemen kommt.
Beherrschen Reiter und Pferd Zügel aus der Hand kauen lassen, gehören auch Übergänge und Tempounterschiede (Zulegen und Einfangen) zu sinnvollen und gut nutzbaren Trainings-folgen. Dabei wird der Rücken locker, das Hinterbein aktiv und das Pferd konzentriert sich auf den Reiter. Beachtet man dabei die stete und gefühlvolle Anlehnung, sind Sitz und Einwirkung korrekt, sind Übergänge und Tempounterschiede ideal, um Rückenprobleme zu beseitigen.

Große gebogene Linien, Zirkel und das Reiten von Achten in der Lösungsphase verbessern nicht nur die Rippengeschmeidigkeit, sondern unterstützen auch das Geraderichten. Auch helfen sie dem Pferd, an den äußeren Zügel heranzutreten. Dabei ist es wichtig, dass die äußere Hand soweit vorgeht, dass die Stellung des Halses zugelassen wird, die Verbindung muss jedoch erhalten bleiben. Die innere Hand sollte so gefühlvoll einwirken ist, dass sie weder inneres Hinterbein noch innere Schulter blockiert, aber auch hier muss die Anlehnung erhalten bleiben. Denn die korrekte Anlehnung sorgt dafür, dass das Pferd mit aktiv abfußendem Hinterbein von hinten nach vorne in die Hand schwingen kann.

 

Kurz zusammengefasst!

Halbe Paraden:

Wie früher sind auch heute korrekte halbe Paraden, vermehrt am äußeren Zügel notwendig, damit das Pferd da Gebiss annehmen kann. Sie helfen darüber hinaus Pferde im Genick zum Nachgeben und zum Fallenlassen des Halses aufzufordern, Gangart und Tempo zu verringern, zu regulieren und das Gebiss anzunehmen, neue Lektionen und Übergänge einzuleiten, die Versammlung zu verbessern, zu erhalten und die relative Aufrichtung zu erreichen. Halbe Paraden werden in alle zwei bis drei Schritte, Tritte oder Sprünge vermehrt am äußeren Zügel gegeben und enden mit einem gefühlvollen Nachgeben der inneren Hand.

Die Lektionen:

Eigentlich ist es einfach. Man muss nicht unendlich viele Lektionen beherrschen oder reiten, um Rückenprobleme beim Pferd zu vermeiden. Allein Übergänge und Tempounterschiede, Seitengänge (wie Schulterherein, Travers, Renvers langgezogene Traversalen), gebogene Linien und das in Verbindung mit Zügel aus der Hand kauen lassen sorgen dafür, dass das Pferd durch den Körper schwingt, sich loslassen kann.

Der Sattel

„Die heute sehr gefragten Tiefsitzsättel sind ein weiteres Problem. Sie geben dem Reiter das Gefühl, er würde tief und fest im Sattel sitzen. Das einzige, was mit diesen Sattelsystemen jedoch erreicht wird, ist ein Feststellen des Beckens, ein Einklemmen des Reiters in einer quasi unbeweglichen Position. Darüber ist dann ein weiterer Grundstein für fehlerhaftes Einwirken gelegt. Und was noch viel schlimmer ist: Dadurch, dass man als Reiter in einem solchen Sattel nicht mehr locker mit der Bewegung des Pferdes mitschwingen kann, ist auch das Pferd in seiner Bewegung eingeschränkt. Verspannungen und erste Rückenprobleme sind die häufige Folge.

Sitz und Einwirkung

Steinbrecht schrieb in seinem Buch „Gymnasium des Pferdes“ schon im Jahre 1884 ausgiebig über Sitz und Einwirkung. Auch all’ die anderen großen Reitmeister der Vergangenheit maßen dem Sitz eine zentrale Bedeutung bei. An der Spanischen Hofreitschule müssen die Lehrlinge zu Beginn ihrer Ausbildung noch heute über Monate Sitzunterricht an der Longe nehmen, und zwar so lange, bis sie von der Hand unabhängig sitzen können. Erst dann dürfen sie in die „normale“ Reitbahn. Auch nach dieser Zeit gehört die permanente Sitzkorrektur über Jahre zur Ausbildung. Das beweist, dass der korrekte Sitz noch immer die Grundvoraussetzung ist, um gefühlvoll auf sein Pferd einwirken zu können und korrekte Hilfen geben zu können. Ein korrekter Sitz zeichnet sich dadurch aus, dass der Reiter im Schwerpunkt, losgelassen und unabhängig von der Hand sitzen kann. Dabei müssen Schultergelenk, Ellenbogengelenk, Handgelenk, Hüftgelenk, Kniegelenk und Fesselgelenk des Reiters locker sein. Eine gedachte gerade Linie von den Schultern bis zum Absatz als tiefster Punkt und vom Ellbogen bis zum Pferdemaul sollte man ziehen könne.

Die Hilfegebung

Eine richtige Hilfengebung ist nur über den korrekten Sitz möglich. Die Positionierung der Schenkel passend zur jeweiligen Übung und Lektion sowie die gefühlvolle Handeinwirkung sind Voraussetzung, dass sich ein Pferd loslassen kann. Korrekte und fast unsichtbare halbe Paraden ermöglichen dem Pferd

  1. a) das Gebiss anzunehmen und sich davon abzustoßen
  2. b) eine korrekte Anlehnung zu zeigen
  3. c) elastisch von hinten nach vorne durch den Körper zu schwingen
  4. d) sich im Ergebnis loszulassen.

Die Losgelassenheit

Losgelassenheit ist das, was es immer zu erreichen gibt. Denn nur bei einem losgelassenen Pferd arbeiten alle Muskeln unverspannt und das ist die Grundvoraussetzung, dass ein Pferd überhaupt gesund bleiben kann! Rückenprobleme entstehen aus Verspannungen. Bei einem losgelassenen Pferd entstehen sie somit erst gar nicht!

Wenn man diese grundlegenden Dinge berücksichtigt, sein Training für die Zukunft darauf abstellt, dass sich das Pferd innerlich und äußerlich loslassen und somit entspannen kann, dann verschwinden Rückenprobleme so schnell wie sie gekommen sind und Kissing Spines haben für die Zukunft keine Bedeutung mehr. Sie sind zwar da und werden es bleiben, aber sie tun dem Pferd nicht mehr weh und man kann es – wenn man möchte – bis auf S-Niveau ausbilden und bis in ein hohes Alter reiten….

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Es geht! 20-jähriger Wallach mit der Diagnose Kissing Spine im finalen Stadium!

 

Weiterführende Informationen mit vielen Tipps und Anregungen gibt es auch in meinem Buch „Über den Rücken – Pferde mit Rückenproblemen richtig reiten!“ Cadmos-Verlag, Schwarzenbek, 2011, ISBN 978-384041014-7

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Zum Nachdenken

So reitet man ein dreijähriges Pferd?!

Als allererstes: Ein dreijähriges Pferd – auch wenn das überall mit Überzeugung vertreten wird – sollte man überhaupt nicht reiten! Für was auch? Es ist noch ein Baby.
Bevor jetzt alle auf die Barrikaden gehen, ist es sinnvoll über diese Aussage einmal in der Tiefe nachzudenken!
Gehen wir einfach einmal 50-60 Jahre zurück. Da wurden dreijährige Pferde überhaupt nicht geritten und das tat man nicht, weil die Pferde vor 50-60 Jahre noch anderes funktioniert haben oder ein anderes Skelett hatten, sondern man tat das nicht , da die jungen Pferde einfach noch zu unfertig waren. Knochen und Gelenke noch in der Entwicklung, die Muskulatur noch unterentwickelt und die Pferde massiv im Wachstum sind. Die logische Überlegung dahinter: Wenn ich später anfange, dann bleibt es länger gesund, da alles schon mehr gefestigt ist. Heute weiß man das alles besser?
Da schreiben Leute über 3,5 jährige Pferde die bei jedem Reiten klemmen. Dann ist es wohl zu viel und der Reiter macht (zu viel) falsch. Warum stellt man ein so junges Pferd dann nicht einfach wieder oder noch ein halbes Jahr länger auf die Weide. Vielleicht ist es nicht nur für den Körper, sondern auch für den Kopf zu viel….
Da reden Leute beim vierjährigen Pferd über Außengalopp und andere haben den vier-fünf-jährigen schon anpiaffiert. Ist das alles noch richtig? Wenn sich diese Äußerungen dann wenigstens auf die Bereiche reduzieren würden, in denen die „Profis“ ihr Geld verdienen müssen, da Kunden es fordern oder weil sie einfach irgendwie ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Dann kann ich das zwar noch immer nicht akzeptieren, aber noch irgendwie verstehen. Irgendwie muss der Kühlschrank gefüllt werden und die Miete bezahlt….
Man hört das aber vielfach von Menschen, die ihre Pferde nur für sich in der Freizeit reiten. Freizeit heißt für mich auch, wenn jemand irgendwo auf einem ländlichen Turnier herumreitet und sein Glück in einer A- oder L-Dressur versucht.
Warum muss also alles so schnell gehen? Und warum lässt sich kaum einer mehr Zeit?
Das Olympia-Pferd Stephan der Schweizer Reiterin Marianne Fankhauser-Gossweiler, die in den Jahren 64-68 eine der erfolgreichsten Reiterinnen weltweit war, ging seine erste Pirouette mit 13 Jahren… Dafür lief er dann mit 29 Jahren immer noch…..

Für mich ist es kein Zeichen für reiterliches Können, wenn jemand sein Pferd in jungen Jahren zu wie auch immer geartete Lektionen abrichtet. Reiterliches Können zeichnet sich dadurch aus, dass sich Menschen Zeit lassen und ihre Wünsche und Ziele den Möglichkeiten ihres Pferdes anpassen und vor allem auch begreifen, wo die Grenzen ihrer Pferde sind!
Die Qualität eines Reiters macht sich nicht durch den aufwendigen Trab eines Pferdes in der Diagonale bemerkbar oder durch die Zusammengezupfte hoppelnde Piaffe.
Qualität zeiget sich in der Losgelassenheit und Durchlässigkeit, in der Freude an der Bewegung und daran, dass sich Lektionen spielerisch und ohne Widerstand reiten lassen.
Widerstand heißt nämlich nicht, dass das Pferd keine Lust hat, sondern: ES LÄUFT ETWAS FALSCH!

So viele Auffassungen …. ist das alles richtig?

Klickt man sich durch die unterschiedlichen Seiten und Angebote in der Reiterei, dann sieht man, dass jeden Tag neue Methoden und Auffassungen auf den Markt kommen und dass sich zu jeder Methode innerhalb kürzester Zeit viele Anhänger finden. Ist das alles so richtig? Hier ein Artikel zu dem Thema:

Bedenkliche Entwicklungen

 

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