Monthly:Dezember 2016

Was bedeutet Stress für ein Pferd?

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Bei Aufregung werden Pferde schnell „große“. Da heißt es Ruhe bewahren und dem Pferd Vertrauen geben.

 

Stress und Stresssymptome bei Pferden wurden in den letzten Jahren zu einem immer größeren Problem, so dass man die damit verbunden weitergehenden Auswirkungen nicht mehr vernachlässigen kann. Immer mehr schon junge Pferde zeigen massive Stresssymptome. Das beginnt bei schreckhaftem und hektischem Verhalten, Verspannungen und in Folge Schmerzen, Kolikanfälligkeit bis hin zu Erkrankungen wie Magengeschwüren u.ä..

Durch die Veränderung in der Zucht in den letzten 30 Jahren sind die Pferde viel sensibler und feinfühliger geworden, können reiterlicher Fehler und falsche Verhaltensweisen des Menschen immer schlechter verkraften. Durch die enorme Rittigkeit des heutigen Reitpferdes fällt das vielen Reitern jedoch nicht auf. Die Pferde machen ja immer mit – irgendwie …

Beim Reiten und im Umgang mit dem Pferd können viele Dinge zu Stress führen. Manchmal sind es sogar nur Kleinigkeiten, die einem selbst überhaupt nicht bewusst sind. Reiten ist ein sehr komplexes System mit verschiedenen Einflussfaktoren geworden, die alle auf Reiter und Pferd einwirken. Sie bedeuten Wohlbefinden oder aber Stress und Angst.

Zu diesen Einflussfaktoren gehören unter anderem:

  • Die unterschiedlichen Ausbildungsmethoden und Ausbildungswege
  • Der Kommerz (und das reduziert sich nicht nur auf die Pferde im nationalen / internationalen Turnierreitsport)
  • Der Sport allgemein (das gilt für alle Bereiche des Reitsports)
  • Die Zucht
  • Die Haltung
  • Das soziale Umfeld des Reiters / Besitzers

 

 Ausbildung heute…

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Typisches Bild eines gestressten und überforderten Pferdes.
Schon die ersten Wochen in der Ausbildung eines jungen Pferdes sind sehr wichtig für seine weitere Entwicklung. Ist es entspannt, fühlt sich wohl oder gerät es schnell in Hektik. Kommt die Remonte zu einem ungeduldigen und groben Ausbilder oder zu einem feinfühligen und sensiblen, ausgestattet mit dem notwendigen Know-how, legt man schon in dieser Zeit den Grundstein für seine gesamte Entwicklung und damit auch für Losgelassenheit und Vertrauen oder aber für gestresstes Verhalten, Verspanntheit, Unsicherheit, Angst oder gar Widersetzlichkeit.

Die Losgelassenheit und damit die Stressfreiheit des Pferdes, seine Gesunderhaltung werden bei korrektem Ausbilden niemals zu einem Problem, wenn man schon mit einem jungen Pferd bedacht umgeht, wenn man während der Ausbildung nicht überstürzt oder übereilt handelt. Mit der notwendigen Ruhe und Zeit ermöglicht man der Remonte, die von ihm geforderten Leistungen auch mental zu verarbeiten / zu verinnerlichen.

Vertrauen, Wohlbefinden und Losgelassenheit stehen in direkter Verbindung. Losgelassenheit und Vertrauen sind abhängig vom systematischen Aufbau der Ausbildung. Eines muss auf das andere aufbauen, das nachfolgende auf das vorhergehende.

Auftretende Schwierigkeiten und Situationen, die für das Pferd Stress bedeuten erledigen sich im Zuge der Ausbildung / Arbeit mit dem Pferd nie von selbst, sondern nur durch systematisches Vorgehen, das Eventualitäten berücksichtigt und diese bearbeitet. Das kann auch bedeuten, dass man einen Schritt zurückgehen muss, um sich beispielsweise wieder den Grundlagen zuzuwenden. Ohne wirklich fundierte Grundlagenarbeit wird man keine langfristigen Erfolge erzielen. Alles was schnell geht, nicht gefestigt ist, vom Pferd auch mental nicht verarbeitet werden konnte, kommt irgendwann wie ein Bumerang zurück.

Obwohl alle diese Dinge bekannt sind / sein sollten, kommen immer neue Methoden auf den Markt, die den schnellen Erfolg versprechen, die auf keiner nachweisbaren Grundlage aufbauen, denen eine Basis fehlt. Warum? Hoffen die Entwickler dieser Methoden, dass es den schnellen Erfolg wirklich gibt, der nicht zu Lasten der Gesundheit des Pferdes geht?

Ausbildung geht nie schnell. Sie braucht Zeit! Das Pferd kann nicht wie der Mensch logisch denken. Also muss man sein gesamtes Vorgehen auf die Möglichkeiten des Pferdes abstimmen! Eile und Druck bedeuten immer Stress und für das Pferd kann das innerhalb kurzer Zeit zu Problemen führen, die gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

 

Das Geld im Reitsport ….

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Je spektakulärer, umso besser. Exaltierte Bewegungen, die durch reiterlichen Druck entstehen, führen immer zu Verspannungen und damit zu Stress.

 

Wirtschaftliche Zwänge behindern eine korrekte Ausbildung, denn Ausbildung braucht Zeit und das kostet Geld. Also versucht man, Zeit zu sparen. Zeit einzusparen heißt immer, an den Grundlagen zu sparen. Die Basis zu vernachlässigen. Für ein Pferd bedeutet das immer Stress, denn es hat nicht mehr die Zeit, Gelerntes zu verarbeiten. Da immer mehr Besitzer, Sponsoren und Reitschüler schnelle Erfolge sehen wollen, bleibt einem Großteil der Ausbilder nichts anderes übrig, als mehr Druck zu machen, als das Pferd seelisch und körperlich verkraften kann. Oft muss man sich teilweise sehr unrealistischen Forderungen beugen, will man den Kunden nicht verlieren. Häufiges Ergebnis: grobe Einwirkung, mehr Druck durch den Reiter. Das Pferd ist gestresst. Es entstehen Verspannungen, erste Fehlentwicklungen stellen sich ein. Das Pferd, seine Gesundheit, seine Möglichkeiten und Bedürfnisse bleiben so schnell auf der Strecke.

Reiten und Ausbilden haben auch etwas mit Respekt und Demut zu tun. Mit der Achtung vor der Kreatur Pferd. Diese Werte haben heute nur noch selten Platz. Unsere heutige Reitkultur verordnet immer außergewöhnlichere Pferde, die immer schneller spektakuläre Leistungen erbringen sollen. Mit drei Jahren am besten schon die Serienwechsel, mit vier Jahren Piaffe und Passage und mit fünf Jahren den ersten Grand Prix und im Parcours  gerne 1,50m und mehr… Ein System bei dem nationale und internationale Erfolge eng verbunden sind mit finanziellem Auf- oder Abstieg. Anerkennung und Ruhm oder schnelles Vergessen-werden. Ein System, indem Entspannung und Wohlbefinden beim Pferd immer weniger Raum haben.

Es ist bekannt, dass man nichts tun kann, damit sich Muskeln beim Pferd anders entwickeln als in Millimeter-Schritten. Es ist auch bekannt, dass sich der Zuwachs an Kraft nur in den gleichen kleinen Schritten aufbauen lässt, denn dazu müssen sich die vielen kleinen Muskeln am Skelett erst einmal entwickeln können. Dass Pferde psychisch nur bis zu einem gewissen Punkt belastbar sind, ist ebenfalls nichts Neues. Trotzdem gehen Menschen immer öfter über die Grenzen hinaus. Die Pferde bieten sich ja so an…

Dieses Verhalten reduziert sich jedoch nicht nur auf den Sport. Auch im Bereich der Freizeitreiterei wird oft mehr gefordert, als die Seele eines Pferdes verkraften kann. Dabei ist egal, ob wir nur beim nächsten Distanzritt eine noch längere Strecke schaffen wollen, an der nächsten Reiningprüfung unbedingt teilnehmen müssen, auch wenn das Pferd noch nicht soweit ist oder wir bei der nächsten Jagd unverzichtbar Vorne mit reiten wollen.

Die Zucht hat in den letzten Jahrzehnten Pferde geschaffen, die so rittig sind wie nie zuvor. Die Zucht hat das Pferd von heute mit hohen Reitpferdeeigenschaften, einem fast makellosen Gebäude, einem gutmütigen Charakter, Sensibilität, dabei auch Intelligenz und Leistungsbereitschaft ausgestattet, wie es sie bisher nicht gegeben hat. Leider haben diese Zuchtergebnisse auch einen Nachteil! Nicht wenige Menschen glauben, bei diesen so rittigen, schwungvollen, sprungbegabten und augenscheinlich immer leistungsbereiten Pferden, nicht mehr so sorgsam reiten zu müssen. Nachlässiges Reiten und Ausbilden allerdings bedeutet für Pferde immer Stress. Sitzfehler, zu kurze Zügel, zu schnell, zu früh und zu viel Versammlung, permanentes Unter-Tempo-Reiten, grobe und rückwärtswirkende Hand ebenso. Auch durchhängende Zügel, mangelnde Anlehnung und das Vernachlässigen des Schwunges aus der Hinterhand führt zu Verspannungen und damit zu Stress.

 

Stress und Gesundheit …

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„Stress ist ein schillernder Begriff, der sich zunächst nicht leicht fassen lässt. Am besten man stellt sich darunter Anforderungen (Stressoren) vor, mit denen ein Organismus klarkommen muss. Die Stressoren, die auf ein Pferd einwirken können sind vielfältig. Neben physischem Stress, wie einem Transport oder dem Training, sind es nicht zuletzt metabolische und psychische/soziale Stressoren.
Die Stressreaktion ist zunächst eine Anpassungsreaktion des Körpers. Alle messbaren Änderungen des Immunsystems, des Hormon- und des Nervensystems dienen dazu das Pferd für den Moment leistungsfähiger zu machen. Um diese Leistungsfähigkeit erreichen zu können, werden manche Systeme des Körpers ‚runtergefahren’ andere dafür verstärkt aktiviert.
Um dies zu leisten müssen Botenstoffe des Nerven-, des Hormon- und des Immunsystems in perfekt aufeinander abgestimmter Weise ausgeschüttet werden. Ob dies positiv ist oder aus dem Ruder läuft hängt von der Natur und der Stärke des Stressors ab. So steigert reguläres und moderates Training (physischer Stressor) verschiedenste Immunfunktionen. Gleiches gilt für psychische Stressoren – ein neues Nachbarpferd, eine neue Umgebung, ein neuer Besitzer, schlechter Schlaf oder zu wenig Ruhephasen, andere Akustik in der Umgebung – die Liste ließe sich fortsetzen.

Sind Stressoren permanent vorhanden – das Pferd wird über längere Zeit zu hart trainiert, junge Pferde zu früh physischen Belastungen ausgesetzt, die Harmonie zwischen Besitzer und Pferd ist fundamental gestört, das Pferd hat chronische Schmerzen – dann können die Regelwerke im Körper nicht mehr gegensteuern. Das folgende Fehl-Anpassungssyndrom hat vielfältige negative Auswirkungen auf das Immunsystem, ablesbar an einer gesteigerten Infektionsneigung oder einer falschen Richtung der Immunantworten auf Fremdantigene. Die Pferde werden in vielen Fällen schneller krank.

Psychisch-soziale Stressoren dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Langjährige Forschungen beim Menschen und Tieren haben in eindeutiger Weise gezeigt, dass Wechselwirkungen zwischen dem Nerven-, Hormon- und dem Immunsystem in Verbindung mit andauerndem psychischem Stress an Erkrankungen des Verdauungstraktes, des Kreislaufsystems und des Bewegungsapparates beteiligt sind.
Hier gilt die Regel, dass sich Stressoren gegenseitig verstärken. Hat ein Pferd beispielsweise eine Influenza-Infektion, dann werden Stresshormone verstärkt ausgeschüttet, welche wiederum Immunfunktionen hemmen. Umgekehrt kann ein überschießend antwortendes Immunsystem zur Manifestation psychischer Auffälligkeiten führen, die erst dazu geführt haben, dass das Immunsystem fehlerhaft reagiert.

In der Zusammenfassung heißt das dann auch: je mehr Stress ich meinem Pferd zumute und je länger der Zeitraum, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass es krank wird, vielleicht trotz guten Futters massiv abnimmt, sich ständig neue gesundheitliche Probleme einstellen.“

Prof. Dr. Hans-Joachim Schuberth
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover; Leiter des Fachbereiches Immunologie

 

Die heutige Pferdehaltung …

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Artgerechte Haltung ist das beste Mittel gegen Stress.

 

Aktivstall, Laufstall, Weidehaltung, verschiedene Gruppenhaltungsformen, standardisierte Boxenhaltung mit Führmaschine, Paddock, Weide. Die Auswahl scheint unbegrenzt. Es ist nicht immer leicht, die richtige Wahl zu treffen. Denn je nach Zuchtergebnis, Charakter und Sensibilität kann eine Haltungsform die richtige oder auch die falsche sein. Zu innerer Losgelassenheit / Zwanglosigkeit führen oder zu Stress. Eines gilt jedoch für alle Rassen und Zuchtziele: Viel frische Luft und Bewegung (auch auf der ausreichend großen Weide), gutes Futter sind unverzichtbar, um seinem Pferd ein stressfreies Dasein zu ermöglichen.

 

Das Miteinander …

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Soll die Arbeit im Umgang und unter dem Sattel funktionieren, sollten Reiter und Pferd zusammenarbeiten. Eine Art „Partnerschaft“ schaffen, in der der Mensch die Führungsrolle einnimmt, als Führungsperson agiert und das logische Denken übernimmt, was ein Pferd nicht kann. Da ein Pferd ein Herdentier ist, fühlt es sich wohl in einer untergeordneten Position, die sich durch liebevolle Konsequenz des Menschen gegenüber dem Pferd auszeichnen sollte. Hat das Pferd in dem Herdensystem Mensch-Pferd seinen Platz gefunden, hat es in den seltensten Fällen Stress.

Es gibt dominante Pferde und weniger dominante Pferde. Stuten sind meist dominanter als Wallache. Sie erheben sehr schnell einen Führungsanspruch auch gegenüber dem Menschen, respektive dem Reiter. Diesen gilt es dann auch manches Mal zu diskutieren. Sensibilität, Fairness, Konsequenz und Sachverstand sind die Werkzeuge, die ein Mensch einsetzen können sollte, um mit einem Pferd umzugehen. Darüber hinaus ein entsprechendes praktisches und theoretisches Know-how, um das Pferd korrekt zu reiten, es auszubilden und zu erziehen. Viele Probleme unter dem Sattel spiegeln sich im Umgang wieder und umgekehrt.

Das bedeutet dann beispielsweise auch: So wie sich ein Pferd immer ohne Probleme führen lassen muss, hat es beim Aufsteigen stehen zu bleiben und darf beim Nachgurten nicht herumzappeln. Schon anhand dieser banalen Beispiele zeigt sich, wer im System Mensch-Pferd das Sagen hat.

Man hört oft Reiter sagen: Der hat das mit Absicht gemacht…, der macht das, um mich zu ärgern…, das Pferd muss das jetzt…, warum veräppelt der mich… und und und.

Ein Pferd tut nie etwas mit der Absicht, uns zu ärgern. Ein Pferd muss auch nichts. Ein Pferd reagiert immer nur auf unser Verhalten, auf die Signale, die wir ihm geben / senden. Diese Signale können für das Pferd Wohlbefinden und Zufriedenheit, Widersetzlichkeit oder Stress auslösen.

 

Wir selbst …

Der Mensch neigt dazu, Erklärungen und Entschuldigungen für eigene Defizite und Nachlässigkeiten zu finden. Beim Reiten ist es der Sattel, das Pferd, die schlechten Erfahrungen der Vergangenheit oder was auch immer. Sehr angenehm. Nur hilft uns das nicht, denn gerade beim Reiten stehen diese Dinge einem sich wohlfühlenden und entspannten Pferd diametral gegenüber. Sind wir aufgrund welcher Einflüsse auch immer verspannt und gestresst, ist es auch das Pferd!

Ängste und Unsicherheiten des Reiters können dazu führen, dass auch das Pferd unsicher wird. Wie viele Reiter haben Angst vor ihrem Pferd oder auch Angst davor, dass etwas passieren könnte?! Hat dann ein ängstlicher Reiter noch ein unsicheres Pferd, kann das in gefährlichen Situationen enden, denn ängstliche Pferde reagieren sehr schnell kopflos, vor allem, wenn der Mensch oben drauf nicht gerade Zuversicht ausstrahlt.

Hat ein ängstlicher Reiter ein dominantes oder gar aggressiv veranlagtes Pferd, endet das schnell in kleineren Widersetzlichkeiten, in Rangordnungsdiskussionen und kann im Ergebnis zu einem nicht ungefährlichen Pferd führen. Das Pferd agiert nie vorsätzlich, sondern reagiert immer nur auf die Einflüsse seiner Umgebung.

Es ist also das oberste Ziel beim Reiten und im Umgang mit dem Pferd, eine entsprechende Gelassenheit zu entwickeln.

Laute und grobe Menschen sind das beste Mittel, um ein Pferd unter Stress zu setzen. Dazu ein kleines Beispiel: In einem früheren Stall war eine junge Frau zum misten angestellt. Groß, kräftig, laut. Wann immer sie in die Box kam, wurden die Pferde mit einem lauten „zur Seite“ und einem groben Schlag auf den Hals – der so etwas wie ein Loben sein sollte – veranlasst, in die Ecke zu gehen. Eine ängstliche Stute in der Nachbarbox meines eigenen Pferdes sprang schon immer voller Panik in die Ecke, wenn sie die Boxentür öffnete. Mein eigener – damals vierjähriger Hengst – legte nach dem ersten Tag schon die Ohren an. Wenn er auf der Stallgasse zum Putzen angebunden wurde und die Dame kam vorbei, spannte er sich am ganzen Körper, Ohren und Blick in ihre Richtung. Die Dame kümmerte es nicht weiter. Nach vier Tagen hat er beim Misten das erste Mal gezielt getreten…. Und getroffen.

Die Argumentation ist jetzt richtigerweise: Das Pferd hat nicht zu treten! Das Verhalten der Misterin rechtfertigt nicht, dass das Pferd tritt. Das stimmt!

Muss die Argumentation nicht aber auch sein: Der Umgang mit dem Pferd ist ein Prozess, in dem der Mensch das Denken übernehmen muss. Sich selbst zu reflektieren und zu überlegen hat, welche Verhaltensweisen welche Konsequenzen nach sich ziehen?

In dem genannten Fall wurde mein Pferd zum Verbrecher abgestempelt. „Der tritt hinterhältig!“ Dabei konnte die kleine Tochter meiner Freundin bei dem Hengst an den Ohren ziehen und in der Nase bohren und er hat nicht einmal mit dem Ohr gewackelt. Ein Beispiel von vermutlich endlos vielen, die auf ein mangelndes Feingefühl, mangelnde Kompetenze von Menschen zurückzuführen ist und die beim Pferd zu nicht unerheblichen Stresssituationen führen.

Je souveräner und überlegter man beim Reiten und im Umgang mit seinem Pferd handeln und umgehen kann, umso souveräner wird auch das Pferd. Kommen dann einmal Stresssituationen auf, die man niemals ganz vermeiden kann, regen sich die Pferde schnell wieder ab. Hektisches und kopfloses Verhalten entsteht in den seltensten Fällen.

Denn der Mensch als Beschützer und als Leittier gibt seinem Pferd die notwendige Ruhe und Sicherheit und ermöglicht ihm damit ein weitestgehend stressfreies Dasein.

 

Der treibende Schenkel?!

Braucht man heute noch einen treibenden Schenkel

…..und das Zusammenwirken der Hilfen oder kann man sich das ein oder andere sparen?

„Ausbildung beginnt erst, wenn man zum Treiben kommt; man Schenkel und Gewicht einsetzen kann.“

(Paul Stecken, 2012)

 

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Funktioniert das? Den Unterschenkel abgestreckt, ohne treibenden Schenkel wie hier demonstriert?

 

Am letzten Wochenende hatte ich ein Gespräch mit einer Dame vom Fach … wie selbst sagte! Es ging um den treibenden Schenkel und dass diese endlose Treiberei bei den „Englisch-Reitern“ ja alles nur dummes Zeug sei und die Pferde ganz verrückt machen würde… Ich bin ja immer für neue Ideen und Erkenntnisse offen und so habe ich mir das dann auch sehr intensiv angehört. Man lernt ja nie aus!

Da es offensichtlich auch zum Einsatz des treibenden Schenkels sehr unterschiedliche Auffassungen gibt, ist es vielleicht sinnvoll, erst einmal das Wort Treiben zu definieren. Die Definition ist zwar nicht neu, scheint aber im Zuge der allgemeinen Verwirrung und der endlosen vielen Auffassungen von heute irgendwo unterwegs untergegangen zu sein:

Treiben heißt weder quetschen, noch hacken und auch nicht stoßen. Ein treibender Schenkel liegt ruhig am Pferdeleib in der für die jeweilige Lektion und Übung vorgesehenen Position an und fordert das Pferd durch regelmäßigen feinen Druck / Impuls mit der Wade zum mehr Aktivität auf. Um allerdings einen treibenden Schenkel im Sinne der überlieferten Grundsätze der Ausbildung zu haben, muss man beim Reiten im Schwerpunkt, im Gleichgewicht und in der Bewegung des Pferdes sitzen können. Kann man das nicht, kann man auch nicht richtig treiben.

Man kann einen Schenkel nicht korrekt einsetzen, wenn man sich selbst verspannt oder gar am Zügel festhält. Dann schaukeln die Unterschenkel unruhig hin und her und geben dem Pferd sehr missverständliche Signale. Es wird mit der Zeit abstumpfen und der Reiter muss, wenn er dann mal wirklich treiben will, mehr Kraft aufwenden. Man kann auch dann nicht zum Treiben kommen oder anders formuliert richtig treiben, wenn man sich in der Hüfte verdreht, in der Hüfte einknickt, mit dem Becken nach hinten oder vorne schiebt, die Knie hochzieht, die Fußspitzen nach Außen verdreht, die Schultern hochzieht oder die Schenkel zu weit nach vorne oder zu weit nach hinten verlagert.

 

Der treibende Schenkel

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Hier liegt der Unterschennkel am Pferd und kann es zu aktivem Abfußen veranlassen. Die Anlehnung ist jedoch nicht konstant. Das kann am an die Nase des Pferdes spritzenden Wasser liegen.

 

Der treibende Schenkel hat unter anderem die Aufgabe, das Hinterbein zu aktivieren, die Hinterhand heranzuschließen, die Hinterhand vor dem Ausweichen zu begrenzen, die Rippen zu biegen und die Vorwärtstendenz zu erhalten. Wer aber übernimmt alle diese Aufgaben, wenn der treibende Schenkel fehlt?

 

Unterschiedliche Auffassungen zum treibenden Schenkel

Es gibt Reitauffassungen, die bauen auf der Idee auf, dass man einen treibenden Schenkel nicht braucht. Wie hält man aber ein Fortbewegungsmittel mit Heckantrieb – was ein Pferd ja unzweifelhaft ist – am Laufen, wenn das Gaspedal fehlt. Vorantreiben kann man sein Gefährt dann jedenfalls nicht. Pferde sind nicht dumm! Es ist nachgewiesen, dass das Hinterbein mit der Zeit langsamer, weniger aktiv wird, wenn der treibende Schenkel nicht für regelmäßige Impulse sorgt. Nur drauf sitzen und die Beine hängen lassen funktioniert also nicht. Sicherlich wird das Pferd irgendwie auch laufen, wenn es nicht ein ganz gemütlicher Vertreter ist, der dann einfach stehen bleibt, aber Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke korrekt zu belasten, statt sie zu überlasten, ist dann nicht mehr sichergestellt.

Pferde, die von sich aus fleißig sind, nehmen damit nicht gleichbedeutend von sich aus Last auf oder haben ein aktives Hinterbein. Sie haben nur mehr Vorwärtsdrang als andere. Wenn dann ein Reiter sagt: „Ich brauche nicht treiben, der läuft von ganz alleine“, dann ist das ein Zeichen dafür, dass das Pferd eben nur läuft … Wenn es dann im Galopp von sich aus vorwärts rennt, hat auch das nichts mit Aktivität aus der Hinterhand zu tun. Es mag eine vom Temperament des Pferdes ausgehende Gehfreudigkeit sein oder ein „davon-laufen“ vor Schmerzen oder Verspannungen. Die wiederum vielfach auch aus der mangelnden Aktivität der Hinterhand entstehen.

Muskeln können sich nur entwickeln, wenn sie arbeiten müssen. Arbeiten im Sinne der ausbildungstechnischen Arbeit können sie nur, wenn sie durch den Reiter animiert werden. Animiert zum Dehnen und zum Zusammenziehen. Diese Arbeit fordert dann immer ein klein wenig mehr, als das Pferd anbietet. Würden wir uns mit dem zufriedengeben, was uns das Pferd anbietet, würde es mit der Zeit immer weniger tun, denn es ist ja keiner da, der mehr fordert. Fordern heißt in dem Zusammenhang nicht, ein Pferd durch grobe Einwirkung zu zwingen. Es bedeutet nur, es zum Einsatz der notwendigen Muskeln zu richtigen Zeit und der richtigen Form zu veranlassen. Dazu braucht der Reiter unter anderem seine Schenkel. Wie sonst sollte es sonst gehen? Mit gutem Zureden oder Hüa-rufen sicherlich nicht!

 

Der treibende Schenkel und Kurzkehrt oder Pirouette

Wir haben das anhand der Kurzkehrt einmal ausprobiert! Ein falsch oder gar nicht eingesetzter Schenkel führt immer dazu, dass die Lektion vom Pferd nicht richtig ausgeführt werden kann. Nur wenn Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen richtig zusammenwirken, dann kann das Pferd eine Kurzkehrt ausführen!

Bei richtiger Ausführung muss sich das Pferd in den Hinterhandgelenken beugen. Das innere Hinterbein soll, Gewicht aufnehmend, durch den treibenden inneren Schenkel des Reiters zum Abfußen veranlasst werden, um mit ganz leichter Vorwärtstendenz, am selben Ort wieder auf- und abzufußen. Beinahe gleichzeitig wird mit dem äußeren verwahrenden Schenkel leichter Druck ausgeübt und am äußeren Zügel eine halbe Parade gegeben, dabei innen gefühlvoll nachgegeben. So wird das äußere Hinterbein „herangeholt“ und zwar so, dass das Pferd nicht ausfallen kann. Fast gleichzeitig kommt wieder an der inneren Seite das Vorwärts durch treiben und so fort… Während der ganzen Wendung muss der Reiter sein Pferd gut eingerahmt, immer an beiden Schenkeln haben, das Pferd sicher an den Hilfen stehen.

Falsch ist, wenn der Reiter sein Pferd mit der Hand zu viel nach innen biegen will (was man oft sieht), es zu viel abgestellt wird, wenn er den äußeren Schenkel zu weit zurücklegt und den Absatz hochzieht, wenn der innere Schenkel nicht am Pferd liegt, wenn der Reiter mit seinem Gewicht nach außen hängt oder die Schultern hochzieht. Auch wenn das Pferd mit den Hinterbeinen kreuzt, ist das immer ein Hinweis auf zu viel Treiben des äußeren Schenkels und zu wenig Treiben des inneren Schenkels. Das heißt, die Vorwärts-seitwärts Bewegung ist in der korrekten Form nicht mehr eingehalten.

Ebenso, wenn die Wendung fast nur mit dem inneren Zügel und dem äußeren Schenkel geritten wird, der Reiter zu viel nach innen herunter schaut, wodurch er automatisch mit den äußeren Hilfen nicht mehr genügend einwirken kann. Falsch ist es auch, wenn das Pferd selbst diese Wendung ausführt, also nicht auf die Hilfen des Reiters „wartet“. Dann nämlich ist es nur ein „Herumlaufen“.

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Eine Demonstration: Auf dem Foto weicht das Pferd mit dem äußeren Hinterbein aus, da der begrenzende Schenkel fehlt. Das Pferd ist nicht korrekt gebogen. Da das Pferd gegen die linke Schulter drückt, versucht die Reiterin das durch Gewichtsverlagerung abzufangen, was nicht geht

 

Bei der wir Pirouette haben die gleichen Voraussetzungen wie bei der Kurzkehrt, nur, dass das Pferd sich im Galopp befindet. Der Vorgang ist derselbe.

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Korrekt gesprungene Pirouette. Auf dem zweiten Foto hat die Reiterin den (rechter Schenkel) Absatz etwas hochgezogen. So kommt es bei Reiter und Pferd leicht zu ersten Verspannungen.

 

In der Ausbildung ist es wichtig, dass von Anfang an alles richtig aufeinander aufgebaut wird. Nimmt das Pferd in der Kurzkehrtwendung und später in der Schrittpirouette kein Gewicht auf, beugt es sich dort nicht in den Hinterhandgelenken, wird es das auch in der Galopp Pirouette nicht können. Da die Fehler schon bei den Grundlagen gemacht wurden, sieht man so viele Pferde, die sich zu viel drehen, nicht durchspringen oder sich in sich verkriechen. Meist fehlt neben richtigen dem Zusammenwirken der Hilfen auch der treibende innere Schenkel. Viele Pferde sind zu viel gestellt, so dass sie sich kaum im Gleichgewicht halten können. Auch reiten Reiter die Pirouette ausschließlich mit dem äußeren, fast auf die Kruppe gelegten Schenkel und dem inneren Zügel. Dabei hängen sie regelrecht nach innen herunter. Also genau dieselben Fehler, wie sie in der Kurzkehrtwendung gemacht werden.

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Wirken Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen nicht korrekt zusammen, wird sich das Pferd in der Pirouette herumwerfen müssen oder „steckenbleiben“ und ausfallen. Die innere Hand ist hier heruntergedrückt und behindert das Pferd die Schulter zu heben, der innere Schenkel hochgezogen, kann nicht in korrekter Weise treibend einwirken. Das Pferd zu eng im Hals führt zu Verspannungen und bringt das Pferd aus dem Gleichgewicht, die Hinterbeine werden gestemmt, statt unter den Schwerpunkt zu springen. Das Pferd insgesamt verspannt. So soll es nicht sein!

 

„Bekanntlich bestehen die Reiterhilfen in erster Linie durch die Einwirkung von Gewicht, Schenkel und Hand. Liegt nun der Schenkel nicht immer am Pferd, ist die Anlehnung nicht konstant, sitzt der Reiter nicht immer ruhig, in die Bewegung eingehend und tief im Sattel, so verlieren diese Hilfen ihre Wirkung. Hilfen unterstützen und ergänzen sich nicht mehr harmonisch. Dies bezieht sich auf die gesamte Ausbildung des Pferdes und auf alle Lektionen. Wenn eine der drei Hilfen fehlt (und ist dies auch nur zeitweise der Fall), dann hat der Reiter sein Pferd nicht an den Hilfen…“ (Marianne Fankhauser-Gossweiler)

 

Wenn man die Aufgabe des Schenkels und des Sitzes nur anhand dieser kurz skizzierten Lektionen betrachtet, ist die Überlegung „Hand ohne Bein und Bein ohne Hand“ umsetzbar; zumindest nicht so, dass sich das Pferd dabei loslassen und kann und auch nicht so, dass das Pferd gesund bleiben kann.
Manchmal muss man sich wundern, dass diese Thesen trotzdem noch immer vertreten werden. Vielleicht mag es daran liegen, dass für Vertreter dieser Ideen die Zielgruppen schnell entsprechend groß werden und der Umsatz steigt, wenn man Reiten auf einmal als bequem, einfach und schnell erlernbar verkaufen kann.

Nur leider funktioniert das nicht!! Wie sagte Felix Bürkner doch so schön: „Ein Leben reicht nicht aus, um reiten zu lernen.“

Muskelaufbau beim Pferd! So geht’s!

Von einer fehlerhaften oder schwachen Muskulatur zu einer korrekten und entspannten Muskulatur zu kommen, die nicht verhärtet ist und sich an den richtigen Stellen systematisch entwickelt ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, was man zu welcher Zeit, in welcher Geschwindigkeit und mit welcher Dosierung machen muss.

 

Weidegang

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Viel Bewegung auf der Weide unterstützt den Muskelaufbau!

 

Grundsätzlich baut ein Pferd schon einmal eine gute Basismuskulatur auf, wenn es ausreichend Weidegang hat und die Weide so groß ist, so dass das Pferd auch schon mal richtig galoppieren kann. Viele Reiter vertreten heute die Ansicht, dass Pferde nur auf Paddocks gehalten werden brauchen und diese auch nicht zu groß sein sollten, damit sich das Pferd beim Freilauf nicht verletzten kann, wenn es einmal richtig Gas gibt.

Sehnen, Bänder, Gelenke und Muskeln entwickeln und stabilisieren sich allerdings systematisch, wenn das Pferd als Lauf- und Bewegungstier seine Bewegungsdrang ausleben kann. Und Verletzungen gibt es deutlich weniger, wenn Pferde täglich ausreichend Freilauf und Weidegang haben. Natürlich kommt es vor, dass sich das Pferd ein Eisen abtritt, aber glücklicherweise gibt es ja Hufschmiede. Und Verletzungen kommen weit weniger vor, wenn das Pferd gelernt hat, seinen Körper zu koordinieren.

Weidegang muss dann nicht unbedingt heißen, dass Pferde in großen Gruppen auf die Weide müssen. Wenn man unsicher ist oder Pferde es nicht anders gewohnt sind, sind Zweiergruppen perfekt, um gemütlich zu wandern oder auch mal übermütig bockend über die Koppel zu galoppieren.

 

Ausreiten im Gelände

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Bergab und bergauf im Schritt im Gelände hilft Muskeln systematisch aufzubauen. Dazu muss der Zügel so lang sein, dass das Pferd die Nase immer vornehmen kann.

Lange Ausritte im Schritt im Gelände, wo man die Möglichkeiten von bergauf und bergab reiten nutzen sollte, sind ein sehr guter Weg, beim Pferd Muskeln systematisch aufzubauen. Es ist gleichzeitig auch entspannend für Reiter und Pferd. Dabei ist es wichtig, dass der Zügel ausreichend lang ist, so dass sich das Pferd immer wieder entspannt in die Tiefe dehnen kann. Das heißt, im Schritt reiten am langen oder mit hingegebenem Zügel mit Genickkontrolle und das in einer Mischung mit Zügel aus der Hand kauen lassen.

 

Galoppieren, Galoppieren, Galoppieren

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Beim Galoppieren bauen Pferde sehr gut Muskulatur auf. Bei ausreichender Zügellänge, korrekter Anlehnung und dem richtigen Sitz, wird das Pferd darüber hinaus so richtig locker. Es lässt sich los, gibt den Rücken her. Der Rücken kommt zum Schwingen, die Lungen werden ordentlich durchgepustet und die Muskulatur ausreichend mit Sauerstoff versorgt.

 

Reiten durch Wasser

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Zügel aus der Hand kauen lassen bis zur Schnalle und das im Wasser macht den Rücken des Pferdes richtig locker!
In Schritt, Trab oder Galopp durch Wasser zu reiten, wenn der Untergrund frei von großen Steinen und entsprechend griffig ist, macht den Pferden sehr viel Spaß und sie werden richtig locker. Da die Pferde ihre Beine je nach Tiefe sehr stark heben, kann es sinnvoll sein, auch beim Traben im leichten Sitz zu reiten und aufgrund der Anstrengung nicht zu viel auf einmal zu verlangen.

 

Kleine Sprünge

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Auch das Dressurpferd sollte in der Lage sein, einen kleinen Sprung zu überwinden. Ein Baumstamm über einen Weg ist eine gute Abwechslung, macht Spaß und unterstützt den Muskelaufbau, wenn man es regelmäßig einbindet. Darüber hinaus verbessert es die Trittsicherheit!

 

Lektionen

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Lektionen halten elastisch und machen das Pferd in der Rippenpartie geschmeidig. Die Reiterin hat beide Absätze etwas hochgezogen, knickt leicht in der Hüfte ein.

 

Häufige Handwechsel, große gebogenen Linien, Schenkelweichen und Seitengänge halten das Pferd elastisch und machen es in der Rippenpartie geschmeidig. Die richtigen Lektionen, dem Ausbildungsstand entsprechend in die tägliche Arbeit mit dem Pferd eingebunden, halten es bis in ein hohes Alter gesund und unterstützen den Muskelaufbau.

Das in Verbindung mit Tempounterschieden und Übergängen bei denen die Nase bei konstanter Anlehnung an der Senkrechten bleibt, stellen auch die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Muskels sicher.

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Zulegen und Einfangen sind wichtige Übungen bei denen die Muskeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

 

Die Basis für den korrekten Muskelaufbau und Abbau/Umbau falsch entwickelter Muskulatur beim Reiten sind innere und äußere Losgelassenheit, die sich in einem ruhigen Schweif und einem zufrieden abschnaubenden bei geschlossenem Maul kauenden Pferd zeigt, das den Reiter mit schwingendem Rücken in der Bewegung mitnimmt.

 

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